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Stiftung Warentest


Stiftung Warentest verdient mit Matratzentests viel Geld, aber die Transparenz und Fachkenntnis sind offensichtlich mangelhaft.

Matratzen nach Testurteilen zu kaufen „bringt nichts“!
Was würden Sie sagen, fährt ein Auto auch ohne Stoßdämpfer? Ja, das tut es, aber komfortabel ist das sicher nicht. Könnte man, um Kühlschränke günstiger zu machen, nicht einfach Spanplatten hineinlegen und auf die teuren, unnützen Glaseinlagen verzichten? Das würde die Produkte billiger machen! Bauen Sie sich doch einfach einen Schreibtischstuhl günstig selbst aus Baumarktholz, anstatt auf den ergonomischen „Schnickschnack“ der Industrie hereinzufallen. Ach ja, und die Comfort Class in allen Flugzeugen sollte man abschaffen – bringt nichts und macht Flüge für Passagiere nur unnötig teuer.

Würden Sie diese Ansichten teilen? Genau so argumentiert die Stiftung Warentest seit Jahren in Bezug auf Matratzen und den Schlafkomfort. Anstatt differenziert zu testen und die Testverfahren mit ihren konkreten Kriterien offen zu legen, wird allem Anschein nach dem Dogma gefolgt, das Günstigste sei das Beste. Auf Bedürfnisse nach Komfort und Hygiene wird nicht eingegangen. Unter anderem in der Bild verkündet Stiftung Warentest-Vorstand Hubertus Primus anlässlich des 50. Geburtstags der Stiftung Warentest am 22. Mai: „Man kann sich seinen Lattenrost selbst bauen – der ist genauso gut“. Schon im Test-Magazin von Oktober 2015 wurde dies empfohlen. Dass die Matratze durch die raue Oberfläche oder hervorstehende Schrauben Schaden nehmen kann und dadurch die Gewährleistung erlischt, wird verschwiegen. Ebenso kein Hinweis darauf, dass bei einem selbstgebauten Lattenrost die Stützung der Matratze leiden kann. Wird der wichtige Luftaustausch vom Do-It-Yourself-Laien möglicherweise nicht bedacht, neigt die Matratze zur Schimmelbildung.

Nicht jeder kann und möchte sich „billig“ leisten, denn spätestens, wenn Liegekuhlen auftreten, ist die Investition in die Matratze verloren. Wenn das bei schlechtem Material und falscher oder fehlender Beratung schon nach zwei Jahren der Fall ist, kann es teurer werden, als von Anfang an in ein qualitativ gutes Produkt zu investieren.

Zum Stiftung Warentest-Jubiläum sind jetzt zahlreiche Slogans in den Medien zu lesen, die Verbraucher verunsichern. Focus online titelt am 22. Mai: „‚Bringt überhaupt nichts‘ - Stiftung Warentest rät von teuren Matratzen und Lattenrosten ab.“ Hubertus Primus äußert sich offensichtlich gern pauschal in der Presse, z. B. titelt der Tagesspiegel: „Die 7-Zonen-Matratze bringt gar nichts". Alles, was die Industrie also seit Jahren zum Wohle der Bevölkerung macht, „bringt“ nach Ansicht der angeblich verbrauchernahen Stiftung „nichts“.

Um im Sprachduktus der Stiftung zu bleiben: Für uns als Interessenverband der Matratzen produzierenden Industrie „bringt es einfach nichts“, mit der Stiftung Warentest in einen argumentativen Austausch zu gehen. Wir stoßen auf eine Wand aus Borniertheit, Intransparenz und Ideologie. Offenbar muss das Beste immer auch billig sein, so kann man das auf eine Formel bringen. Ähnlich undifferenziert wie die medialen Äußerungen scheinen auch die Testergebnisse zu sein. Zumindest sind sie nicht nachvollziehbar, aber genau das wäre wichtig. Wir halten dies für einen legitimen Anspruch an die Stiftung.

Zwar enthalten die Testberichte einen Infokasten „So haben wir getestet“, in dem die Stiftung ihre eigene Offenheit rühmt. Hier erfährt der Leser, wie gewichtet, bewertet und abgewertet wird. Jedoch bleibt es das Geheimnis der Stiftung Warentest, welche Messungen und Verfahren nach welchen Kriterien erfolgen. Zusätzlich zu dem Kasten „So haben wir getestet“ wird auch auf den Link www.test.de/matratzen/methodik verwiesen. Dort finden sich Erläuterungen zum Prüf- und Bewertungsprocedere. Entgegen der Ankündigung werden aber auch hier die genauen Testmethoden und ihre Kriterien gar nicht dargestellt.

Vielleicht denkt der Vorstand der Stiftung Warentest auch, es „bringt nichts“, die Öffentlichkeit umfassend transparent zu informieren. Würde es aber schon. Zumal Hubert Primus am 22.05. im „Der Tagesspiegel“ einräumt: „Matratzen sind ein großes Thema. Auf unserer Internetseite ist das das absolute Clickmonster und bringt uns allein 250 000 Euro im Jahr.“

Warum fließen dann nicht mehr Fachkompetenz und differenzierte Betrachtung in die Thematik Schlafen und Matratzen ein? Was es der Stiftung „bringt“, sich mit dem leidigen Thema und „Clickmonster“ Matratzen zu befassen, ist offenbar also das Geld, das es in die Kasse spült.

Vielen Lesern fällt die Intransparenz aufgrund der geschickten Darstellung gar nicht auf: Wir erfahren, dass nach dem „HEIA“-System getestet wird. Wie diese Tests genau verlaufen, bleibt offen. Sehr pauschal und etwas abstrus werden alle Deutschen in vier Schläfertypen unterteilt („H“, „E“, „I“, „A“). Gegen die Methodik lässt sich aber nichts einwenden, weil diese nicht offengelegt wird.

Matratzen werden insgesamt in sechs Kategorien bewertet: Liegeeigenschaften (35 %), Haltbarkeit (25 %), Bezug (10 %), Gesundheit und Umwelt (10 %), Handhabung (10 %) sowie Deklaration und Werbung (10 %). Aus den einzelnen Noten, die Stiftung Warentest „Gruppenurteile“ nennt, ergibt sich dann ein Test-Urteil.

Zum Bezug erfahren wir beispielsweise unter dem genannten Link zur Prüfmethodik: „Wir bewerten die Waschbarkeit (wie Einlaufen), die Beeinträchtigung durch Nässe (Fleck- und Randbildung) und die Verarbeitung (wie Güte der Verarbeitung und Passform) des Bezugs.“

Das klingt erst mal richtig gut und auch interessant. Aber wie sind denn die Kriterien und mit welchen Methoden wird denn z. B. die Verarbeitung genau getestet?

Bei der „Handhabung“ wird es noch ominöser: „Drei Experten bewerteten, wie sich die Matratze transportieren und wenden lässt.“ Was sind die Voraussetzungen, um Experte für Matratzen bei der Stiftung Warentest zu werden? Und sind die Ergebnisse subjektive Urteile der drei Experten? Oder gibt es auch handfeste Kriterien?

Unter dem Punkt „Deklaration und Werbung“ heißt es: „wir beurteilten“ (wer ist das genau, die Redaktion?) Angaben zu Material, Matratzenaufbau, Matratzeneigenschaften und Härte sowie Werbeaussagen, etwa zu Gesundheit und Umwelt. Was genau eine Matratze mitbringen muss, um ein gutes oder schlechtes Urteil zu bekommen, wird auch hier nicht offengelegt. Es wird ebenfalls nicht transparent, ob es zur Abwertung eines guten Produktes führen kann, wenn der Händler eigene Deklarationen und Produktversprechen anpreist. Beispielsweise setzt sich der Fachverband Matratzen-Industrie e.V. dafür ein, dass Matratzen nicht mit überzogenen Gewährleistungszeiten versehen werden sollten. Gleichwohl gibt es Händler, die Matratzen von sich aus mit Garantie-Versprechen bewerben, die zum Teil über der empfohlenen Nutzungsdauer des Herstellers liegen. Bei alledem drängt sich der Eindruck auf, dass die Kriterien den nötigen Spielraum lassen, damit selbst qualitativ hochwertige Matratzen keine Chance haben, besonders gut abzuschneiden, wenn sie nicht das Kriterium „billig“ erfüllen.

Erst im letzten Test (März 2018) erreicht eine Matratze „sogar das beste jemals gemessene Prüfergebnis in den Liegeeigenschaften. Der Latextraum hat allerdings […] einen stolzen Preis“ (S. 50). Die Redaktion widmet diesem sensationell guten Ergebnis in dem für Matratzen essentiellen Kriterium „Liegeeigenschaften“ gerade mal sechs Zeilen, zwei davon thematisieren nur den Preis. In der gleichen Veröffentlichung wird eine andere Matratze „die günstigste jemals mit gut bewertete Latexmatratze“ – und das trotz offensichtlicher Einschränkungen: „Auf ihr liegen allerdings nur eher kleine Personen mit kräftigem Hüftschwung“ gut (S. 50). Dieselbe Matratze „müffelte sowohl einen als auch 28 Tage nach dem Auspacken am stärksten nach Lösungsmitteln. Die Stiftung Warentest bewertet derartige Übelgerüche mit Rücksicht auf empfindliche Nasen streng“ (S. 53). Das billigere Produkt bekommt mit 12 Zeilen doppelt so viel Aufmerksamkeit, obwohl das teurere das bessere Gesamtergebnis erzielte. Auch hier ist nicht nachvollziehbar, warum trotz der Qualitätseinbußen diese Matratze als beste Günstige hervorgeht.

Solange die Verfahren nicht transparent sind, wird jegliche Kritik im Keim erstickt. Doch die nicht nachvollziehbaren Ergebnisse lassen Zweifel aufkeimen – nicht nur bei uns. Die Zahl der Kritiker wächst und das Image der Stiftung Warentest bröckelt – nicht erst seit dem im Jahr 2014 gewonnenen Prozess der Ritter Sport Schokolade gegen die Stiftung.

Hinsichtlich der Wahrung der Methodengeheimnisse wird argumentiert, dass nicht jeder wissen soll, wie Stiftung Warentest prüft. Sonst würde die Industrie ja so produzieren, dass nur noch Matratzen mit guten Urteilen herauskämen. Wenn dies nicht gewünscht ist, muss sich die Stiftung Warentest die Frage gefallen lassen, wie ernst sie es mit ihrem Auftrag nimmt, im Dienste des Verbrauchers zu handeln.

Einmal angenommen, die Prüfkriterien wären wissenschaftlich belastbar und allgemein bekannt: Was hätte die Stiftung denn zu befürchten, wenn die Hersteller von Matratzen angespornt würden, noch bessere Matratzen zu bauen? Wichtiger, als im öffentlichen Auftrag transparent, unvoreingenommen, kritisch und ideologiefrei Matratzen zu testen, scheint es zu sein, die Prüfmethoden geheim und diffus zu halten. So kann sich die Stiftung Warentest das Geschäftsmodell Matratzen und den damit verbundenen finanziellen Ertrag sichern.

Immerhin passt die Stiftung Warentest ihre Anforderungen regelmäßig an, wie sie selbst schreibt, zuletzt im Test von März 2018 auf S. 52: Wir haben „das Prüfprogramm minimal geändert.“ Konkrete Angaben zu Veränderungen finden sich auf der Webseite (siehe Link oben) allerdings nur zum 21.12.2016. Und auch auf unsere direkte Anfrage, was sich denn zuletzt geändert habe, erhielten wir die Antwort, Prüfprogramm und Bewertung seien „seitdem unverändert“. Es bleibt also selbst auf Nachfrage unklar, um welche Änderungen es sich bei dem letzten Test handelte. Dabei „bringt es auch nichts“, genauer zu nachzufragen, warum die aktuellen Änderungen nicht öffentlich sind.

Die Stiftung Warentest kürte in einem sogenannten Schnelltest am 22. Mai 2015 die Bodyguard zur „besten je getesteten Matratze". Seitdem wird mit diesem Testsiegel fleißig geworben, obwohl von der Stiftung Warentest Anfang 2017 die Testkriterien geändert wurden. Wettbewerbsrechtlich ist dies nicht zulässig. Im Verständnis der RAL/Stiftung Warentest kann dennoch weiter mit dem Logo der Stiftung Warentest geworben werden.

Zur Erläuterung: Das Werben mit den Testurteilen kostet die Unternehmen Geld und die Abwicklung erfolgt über die RAL. Bei der RAL handelt es sich um das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung. Es übernimmt die Abwicklung des Logo-Lizenzsystems der Stiftung Warentest.

Pikant daran: Der Antrag auf Verlängerung der Testlogo-Lizenz um ein weiteres Jahr ging bei der RAL Anfang Dezember 2016 und damit zumindest mehrere Monate vor dem Auslaufen der Lizenz ein. Der Antrag wurde an die Stiftung Warentest weitergeleitet, die am 09. Dezember 2016 der Verlängerung der Logo-Lizenz zugestimmt hat. Keine drei Wochen später wird die Änderung der Untersuchungsmethodik bekannt gegeben, mit der ab Januar 2017 getestet wird. Ab diesem Zeitpunkt wäre im Übrigen selbst nach dem Lizenzvertrag der RAL eine Verlängerung nicht mehr möglich gewesen. Merkwürdig auch, dass dieser Antrag auf Verlängerung der Logo-Lizenz entgegen des üblichen Procederes offenbar im Schnellverfahren bewilligt wurde.

Dass die Werbung trotz Änderung der Kriterien weiterhin erfolgen darf, zeigt, wie selbstgefällig sich die RAL/Stiftung Warentest über die wettbewerbsrechtliche Rechtsprechung erheben. Die RAL erlaubt, was ansonsten unzulässig ist.

Hinzu kommt, dass die „beste jemals getestete Matratze“ aus dem Schnelltest im Mai 2015 zu dieser Zeit überhaupt keine Marktbedeutung hatte. Erst die Stiftung Warentest hat mit ihren permanenten Hinweisen auf diesen Sieg dem Unternehmen satte Umsätze beschert. Seit Mai 2015 musste sich das

Produkt aber bisher in keinem regulären Test dem direkten Vergleich stellen, beispielsweise mit anderen One-fits-all- oder Discounter-Matratzen. „Bringt nichts“, darauf zu verweisen, dass dies ein „Geschmäckle“ hat. Oder interessiert es einfach nicht?

Das einzige, was nach all den Merkwürdigkeiten offensichtlich „nichts bringt“ ist, in die Tests der Stiftung Warentest zu schauen, um differenzierte Informationen zu bekommen, welche Matratzen und Unterfederungen qualitativ gut sind. Also, liebe Leserinnen und Leser, die Sie gerne in der Comfort Class fliegen, einen Kühlschrank mit Glaseinlagen bevorzugen oder ein komfortables Auto fahren möchten – denken Sie nach und testen Sie selbst!

Dass sich Testmagazine mit Matratzen auch anders auseinandersetzen können, zeigt Ökotest: In dem aktuellen Ratgeber „Bauen und Wohnen“ von Mai 2018 wird den Lesern sehr nachdrücklich der Wert von individueller Beratung und Probeliegen ans Herz gelegt und von online Käufen wird eher abgeraten. Zwei Testinstitute – zwei diametral entgegengesetzte Sichtweisen.

Ihr Bettenfachhändler wird Sie gerne eine Matratze auf verschiedenen Unterfederungen ausprobieren lassen. Dabei können Sie selbst entscheiden, ob Sie einen Unterschied spüren oder nicht. Probieren Sie verschiedene Matratzen aus und vergleichen Sie, wie Sie darauf liegen und welchen Komfort Sie sich wünschen.

Unsere Antwort, warum eine Matratze verschiedene Zonen hat, lautet: Am Kopf und im Fußbereich sind wir leichter, in der Körpermitte sind wir am schwersten. Deshalb sollte der Beckenbereich bei der Matratze mehr Unterstützung bieten. Ob eine Matratze nun 3, 5 oder 7 Zonen haben sollte, darüber kann man diskutieren. Doch ganz ohne Liegezonen ist eine Matratze wie eine Bluse ohne Taille, eine Frisur ohne Stufen, ein Handy ohne Vibrationsfunktion. Dies braucht nicht jeder, aber manche wollen es doch, weil all diese Eigenschaften eines gemeinsam haben: Sie machen das Leben komfortabler, gehen auf unsere Individualität und die unterschiedlichen Ansprüche ein, die wir an Produkte stellen. Wer möchte sich von Stiftung Warentest sagen lassen, dass Stufen-Schneiden die Frisur nur teuer macht und „nichts bringt“? Keiner! Aber bei Matratzen denken die meisten leider nicht so weit.

Wir alle können zurecht bemängeln, dass Matratzen zu oft über den Preis und nicht über die Qualität verkauft werden. Dreimal rot durchgestrichene Preise sind eben nicht das entscheidende Verkaufsargument! In einer Gesellschaft mit der Volkskrankheit Rückenleiden sollte man schon auf optimales Liegen und etwas Komfort achten. Dabei können wir nur warnen, eine Matratze allein nach dem Urteil der Stiftung Warentest zu kaufen. Liebe Redakteure und Redakteurinnen, liebe Verbraucherinnen und Verbraucher, überlegen Sie, probieren sie aus und bewerten sie dann, was Ihnen „nichts bringt“ – Ihr Geld in die Matratze oder in die Testergebnisse der Stiftung Warentest zu investieren.
(Artikel bereitgestellt von "Fachverband Matratzen-Industrie e.v.)

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